Naturschutz und Industrie – passt das zusammen?
Eine Frage, welche die Firma LÜDECKE gemeinsam mit dem LBV im Rahmen des „Internationalen Tages der Artenvielfalt“ eindrucksvoll beantwortet hat.
Ein Thema mit Konfliktpotential
Wenn Unternehmen neue Lagerhallen oder Produktionsstandorte planen und Naturschützern auf diesen Flächen bedrohte Tierarten entdecken, entstehen häufig große Konflikte. Die Unternehmen benötigen neue Einrichtungen, um ihre Effizienz zu steigern, Energie zu sparen und die Zukunft des Betriebes und der Arbeitsplätze zu sichern. Auf der anderen Seite stehen die Naturschützer, die den unschätzbaren Wert der Artenvielfalt betonen. Schließlich liefert sie dem Menschen lebenswichtige Ressourcen wie Sauerstoff, sauberes Wasser und fruchtbare Böden.
LÜDECKE als Vorreiter
Ganz anders ist dies bei der Firma LÜDECKE in Amberg. Das Familienunternehmen hat sich dem Umweltschutz und dem Erhalt von Lebensräumen am Firmenstandort im Industriegebiet Süd verschrieben.
Um zu zeigen, was man für das wichtige Zusammenwirken von Ökosystemen alles tun kann, öffnete die Firma anlässlich des Internationalen Tages der Artenvielfalt ihre Pforten. Zusammen mit der LBV-Kreisgruppe Amberg wurden den mehr als 40 interessierten Gästen die Maßnahmen und Aktionen anschaulich erklärt. Bei der anschließenden Besichtigung des Geländes konnten sich die Besucher selbst ein Bild davon machen.
Eine grüne Oase im Industriegebiet
Der 6.482 m² große Park mit Wildblumenwiese, Obstbaumbestand, Bienenvölkern, Wassertümpeln, Totholz- und Steinhaufen sowie einem alten Baumbestand, der als Biotop ausgezeichnet wurde, bietet eine regelrechte grüne Oase für Mitarbeiter, Seminar-Gäste und interessierte Besucher. Auf dem neu angelegten Wildobstheckenlehrpfad kann man heimisches Wildobst näher kennenlernen: QR-Codes informieren über die Bedeutung der Gehölze für die ansässige Tierwelt und uns Menschen aufgrund ihrer gesunden Inhaltsstoffe. Rezepte zur Verwendung des Wildobstes ergänzen die Informationen.
Auf der seit Jahren extensiv genutzten 2.800 m² großen Dachfläche des Unternehmens ist die Blütenpracht der Steingartengewächse zu bewundern. Daneben präsentierte die Firma stolz ihre neuen Hochbeete, aus denen die firmeneigene Kantine mit Gemüse, Salat und Kräutern versorgt wird. Regional, bio und saisonal, direkt vom Dach – das schmeckt man! Die Dachfläche ist ein beeindruckender Erholungsort, der den Mitarbeitern gerade im Sommer zur Mittagspause einen wunderbaren Blick auf die Heimatstadt Amberg bietet.
Flora und Fauna im Einklang
An der Rückseite der neu erbauten Halle wurden rechtzeitig zur Brutzeit 16 Nistkästen für Mauersegler angebracht. Nun hofft man, dass diese möglichst bald angenommen und bezogen werden. Das Zusammenwirken von Flora und Fauna ist für unseren Wohlstand unerlässlich. Dies hat die Firma LÜDECKE bereits seit Langem erkannt und möchte mit dem Erhalt dieser Lebensräume möglichst viele Menschen sensibilisieren: Was ein Industriebetrieb kann, sollte auch in jedem Privatgarten möglich sein. Beton- und Steinwüsten gibt es schließlich schon zu viele.