Lüdecke GmbH

Schwarzer Holunder

WISSENSCHAFTLICHER NAME: Sambucus nigra

Beschreibung

Blüte

Die Holunderblüte von Ende Mai bis Ende Juni zeigt den Beginn des Frühsommers an. Die stark duftenden, flachen weißen Blütendolden verwandeln den Strauch nach dem Laubaustrieb in ein auffallendes Blütengehölz. Obwohl die Blüte nicht von sehr vielen Pollensammlern besucht wird, ist der Fruchtansatz sehr groß, da der Holunder selbstbefruchtend ist.

 

Früchte

Beerenreife etwa ab Ende August. Achtung: Beeren vor Verzehr stets kochen, da roh ungenießbar!

Wissenswertes

Sehr verbreiteter Strauch, dessen Beeren sehr gesund sind. Sehr reich an den Vitaminen A, B und C. Der „Holler“ wird daher auch als „Apotheke des kleinen Mannes“ bezeichnet. Er ist ein wichtiges Vogelnistgehölz und eine Schmetterlingsfutterpflanze. Die Beeren dienen zahlreichen Tierarten als Nahrungsangebot. So werden die Früchte von vielen Vogel- und Säugetierarten gefressen, wodurch die Art verbreitet wird.

Der Holunder ist seit alters her der Besiedelung durch den Menschen gefolgt und galt als heiliger Baum, dessen Holz nicht verbrannt werden durfte. Die Germanen haben den Holunder der Hausgöttin Freya (Holla) geweiht. Es gab früher keinen Bauernhof ohne Holunder. Er galt als Schutzbaum und wurde mit seinen Blättern, Blüten, Früchten und Rinde als Hausapotheke sowie als Obstbaum genutzt.

Die Samen der Beeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin und sind roh für den Menschen ungenießbar. Durch Erhitzen zerfällt Sambunigrin und die vitaminreiche Frucht kann ebenfalls für Saft, Mus oder Marmelade verwendet werden

Verwendung

Holunder kann man für viele Dinge verwenden: Saft, Suppe, Gelee, Mus, Kompott oder Likör. Auch die Blüten kann man essen. In der bayerischen Küche benutzt man die Blüten zum Beispiel für "Hollerküchel". Holunderbeerensaft hat viel Vitamin C. Er stärkt das Immunsystem und hilft, schneller gesund zu werden, wenn man erkältet ist.

Holunder-Saft

1,5 kg Holunderbeeren (nur schwarze Beeren verwenden!), 500 g Zucker, 1 Liter Wasser.

Holunderbeeren gründlich reinigen und die Stängel entfernen. Wasser, Zucker und Beeren in einen Topf geben und zum Kochen bringen. So lange kochen, bis die Beeren platzen. Die Mischung durch ein Sieb oder Tuch gießen, um die Beerenhäute und Kerne zu entfernen. Den Saft noch heiß in saubere Gefäße füllen.

Beim Kochen kann man Zitronensaft oder Zimt hinzufügen. Man kann auch Holunderbeeren mit anderen Obstsorten mischen.

Holunderbeerenlikör

Zutaten: ¾ Liter Holunderbeerensaft, 1 Vanilleschote, 250 Gramm Rohrzucker, 1 Liter Rum. Die Vanilleschote aufschneiden. Vanilleschote, Saft und Zucker in einen Topf geben. Alles zusammen aufkochen und dann abkühlen lassen. Den Rum dazugeben. Die Mischung in ein sauberes Gefäß füllen und vier Wochen stehen lassen. Die Vanilleschote herausnehmen und den Likör in saubere Flaschen füllen.

Hollerküchel

Für drei bis vier Personen braucht man: 10-12 Holunderblüten-Dolden, 150 Gramm Mehl, 3 Eier, 200 Milliliter Milch, 200 Milliliter Wasser (oder Weißwein oder Bier), 3-4 Esslöffel Sonnenblumenöl, optional ein Päckchen Vanillezucker, optional Puderzucker und Zimt.                                                                                                                                                                                 
Die Holunderblüten in der Sonne ausbreiten, damit die kleinen Käfer weggehen. Mehl, Eigelb, Milch, Wasser (oder andere Flüssigkeit) und eine Prise Salz in einer Schüssel zu einem flüssigen Teig verrühren.
Den Teig 20-30 Minuten ruhen lassen. Eiweiß mit Vanillezucker steif schlagen und vorsichtig unter den Teig mischen.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Blütendolden einzeln in den Teig tauchen und in der Pfanne goldgelb braten. Mit Puderzucker oder Zimt bestreuen.

Top