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Schlehe

WISSENSCHAFTLICHER NAME: Prunus spinosa

Beschreibung

Blüte

Die Blütezeit erstreckt sich, je nach Höhenlage von März bis April. Die zahlreichen duftenden Blüten sind eine zeitige Bienenweide. Im Frühjahr stehen die mehrjährigen, schwarzen Zweige im großen Kontrast zu den weißen Blüten, die vor den Blättern erscheinen.

 

Früchte

Die Schlehe bildet knapp kirschgroße, schwarzblaue, hellbereifte und herb-saure Früchte aus, die erst nach einigen Frösten genießbar werden. Sie bieten zahlreichen Säugetier- und Vogelarten Nahrung, bleiben aber auch oft den Winter über am Gehölz hängen.

Wissenswertes

Die Schlehe gehört zu den wichtigsten Wildsträuchern für Tiere: Im Frühjahr bietet ihre überbordende Blütenpracht noch vor dem Laubaustrieb zahlreichen Insekten darunter zahlreiche Kleinschmetterlinge und Wanzenarten, einen reich gedeckten Tisch; in ihrem Dornengestrüpp finden zahlreiche Vögel sichere Brutplätze und ihre Beeren versorgen sie bis weit in den futterarmen Winter hinein mit gehaltvoller Nahrung.  Wie Funde beweisen, hat der Mensch die Schlehe seit der Steinzeit in seine Nahrung mit einbezogen. Schlehen brauchen Zeit, bis sie genussreif werden - daher werden sie meist erst im Winter gesammelt.

Verwendung

Aus Schlehen kann man viele verschiedene Sachen machen. Zum Beispiel Gelee, Marmelade, Saft, Wein, Likör und speziellen Schnaps namens Schlehengeist. Die Schlehe hat sogar geholfen, dass wir heute Kulturpflaumen haben.

Schlehenlikör

Man nimmt ein großes Glas mit Schraubverschluss und füllt es bis zu einem Drittel mit gewaschenen Schlehen. Dann Doppelkorn, Grappa oder Wodka darüber gießen, bis das Glas voll ist. Dann etwa 6 bis 8 Eis-Bonbons pro Liter dazu, je nachdem wie süß man es mag. Das Glas für 2 bis 3 Wochen an einen dunklen, warmen Ort stellen. Danach den Inhalt abfiltern und in Flaschen umfüllen. Das Getränk dann mindestens 3 Monate lang reifen lassen.

Schlehensaft

Um Schlehensaft herzustellen, braucht man vor allem Zeit. Man gibt die Beeren in einen Topf mit kochendem Wasser, sodass alle Früchte bedeckt sind. Dann lässt man sie 24 Stunden stehen. Danach gießt man die Flüssigkeit ab, kocht sie erneut auf und übergießt damit wieder die Beeren. Die Beeren lässt man wieder 24 Stunden stehen. Diese Schritte wiederholt man insgesamt 5 bis 6 Mal, bis der Saft dunkel, süß und etwas dickflüssig ist.

Wenn der Saft fertig ist, füllt man ihn noch heiß in saubere Flaschen und verschließt sie fest. So bleibt der Saft mehrere Monate lang haltbar.

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